IRISCHER ROT-WEISSER SETTER
(Irish red
and white Setter)

ÜBERSETZUNG:
Uwe H. Fischer.
URSPRUNG:
Irland
DATUM DER
PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDS : 19.04.2005. VERWENDUNG:
Sehr angenehmer Gefährte und Freund, sowohl im Hause als auch bei der Jagd.
Der irische rot-weiße Setter wird
in erster Linie
für die jagdliche Arbeit gezüchtet. Der nach-stehende Standard muss daher in
dieser Hinsicht ausgelegt werden und die Richter müssen die vorgestellten
Exemplare in erster Linie vom Standpunkt der
Arbeitsbefähigung
bewerten.
KLASSIFIKATION FCI:
Gruppe 7 Vorstehhunde. Sektion 2
Britische und Irische Vorstehhunde
mit Arbeitsprüfung.
KURZER
GESCHICHTLICHER ABRISS:
Der irische Setter wurde wahrscheinlich Ende des siebzehnten Jahrhunderts
erzüchtet. Außerhalb Irlands ist es
nicht so sehr
bekannt, dass es zwei irische Setter Arten gibt. Ziemlich sicher ist aber,
dass der rot-weiße Setter die ältere der beiden Rassen ist und durch
wohlüberlegte Zuchtauswahl der einfarbig rote Setter entstanden ist. Als die
irischen Setter kurz nach Mitte des neunzehnten Jahrhunderts auf den
Ausstellungen erschienen herrschte eine sehr große Ungewissheit über die
korrekte Farbe; Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatte der rote Setter den
rot-weißen in den Schatten gestellt. Letzterer wurde so selten, dass man
glaubte, er sei ausgestorben. In den
Jahren nach 1920
wurden dann große Anstrengungen unternommen um diese Rasse wieder zu
etablieren. 1944
hatte sich die
Rasse dann wieder so gut gefestigt, dass sich ein eigener Club für diese
Rasse gründete.
Heutzutage kann der rot-weiße Setter in züchterisch vernünftiger Anzahl auf
den irischen Ausstellungen und bei den Jagdprüfungen angetroffen werden. Der
derzeitige Verein "Irish Red & White Setter Field & Show Society" wurde 1981
gegründet und dank seines Engagement und seiner Richtungsweisung hat sich
die Rasse national wie auch international sehr gut etabliert. Der irische
rot-weiße Setter konkurriert bei Prüfungen mit den anderen
Vorstehhunde-Rassen mit dem Erfolg, dass es heutzutage etliche Arbeits- wie
auch Schönheits- Champions gibt.
ALLGEMEINES
ERSCHEINUNGSBILD:
Stark und kraftvoll,
sehr ausgewogen und gut proportioniert, ohne jegliches Zeichen von
Schwerfälligkeit, eher athletisch als rassig. Der irische rot-weiße Setter
wird in erster
Linie für die jagdliche Arbeit gezüchtet und muss
demzufolge
vorrangig vom Standpunkt der Arbeitsbefähigung bewertet werden.
VERHALTEN UND
CHARAKTER (WESEN):
Aristokratisch,
leidenschaftlich und intelligent. Zeigt nach außen eine liebenswürdige,
freundliche Grundhaltung,
hinter der sich
Entschlossenheit, Mut und Energie verbergen. Der irische rot-weiße Setter
ist ein ausgesprochen
freundlicher,
zuverlässiger und leicht auszubildender Jagdhund.
FORMWERT
KOPF : Breit im Verhältnis
zum Körper.
Oberkopf :
Schädel
: Gewölbt; Hinterhauptbein nicht deutlich erkennbar, wie dies beim Irish Red
Setter der Fall ist.
Stop
: Ausgeprägt.
Gesichtsschädel :
Fang
: Makellos geformt und rechteckig.
Kiefer : Kiefer von gleicher oder fast gleicher Länge.
Zähne
: Regelmässiges Gebiss, ideal ist das Scherengebiss, Zangengebiss zulässig.
Augen
: Dunkelhaselnussbraun oder dunkelbraun; oval, leicht, hervortretend,
Nickhaut nicht sichtbar.
Ohren
: In einer Höhe mit den Augen und weit hinten angesetzt,
dicht am Kopf
anliegend getragen.
HALS : Angemessen lang, sehr muskulös, jedoch nicht zu dick, leicht
gebogen, frei von jeglichem Anzeichen einer Wamme.
KÖRPER : Kräftig und muskulös.
Rücken
: Er soll sehr muskulös und kraftvoll sein.
Brust
: Tief, mit gut gewölbten Rippen.
RUTE
: Mittellang, nicht tiefer als bis zu den Sprunggelenken reichend, kräftig
an der Wurzel, verjüngt sie sich allmählich zu einer feinen Spitze. Weder
gedreht noch gewunden. In einer Ebene mit der Rückenlinie oder darunter
getragen.
GLIEDMASSEN : Läufe gut bemuskelt und sehnig, mit starken Knochen.
Vorderhand :
Schultern : Gut zurückliegend und schräg.
Ellenbogen : Frei beweglich, weder ein- noch ausdrehend.
Vorderläufe : Gerade und sehnig, gute Knochenstärke.
Vodermittelfuss : Kräftig.
Hinterhand :
Breit
und kraftvoll; Hinterläufe von der Hüfte bis
zu den Sprunggelenken lang und
muskulös.
Knie
: Gut gewinkelt.
Sprunggelenk : Gut tiefstehend, weder ein-
noch ausdrehend.
Hintermittelfuss angemessen lang und stark.
Pfoten :
Gut
geformt, mit eng aneinanderliegenden Zehen und
reichlicher Befederung
zwischen den Zehen.
GANGWERK :
Im Trab weit ausgreifend, sehr
lebhaft, anmutig und retionell. Der Kopf hoch erhoben getragen.
Hinterhandbewegung fliessend mit grossem Schub. Die Vorderläufe bewegen
sich bei gutem Vortritt flach über den Boden. Von vorn oder von hinten
betrachtet bewegen sich die Vorderläufe und die Hinterläufe ab Sprunggelenke
abwärts im Bezug zum Boden gerade wie ein Pendel; weder in Vorder- noch
Hinterhand kreuzend oder strickend.
HAARKLEID :
Haar
:
Langes seidiges Haar, als sogenannte " Befederung " an der Rückenseite der
Vorder- und Hinterläufe, sowie auf der Aussenseite des Behangs. Gleichfalls
ist eine angemessene Menge Haar anden Flanken zu finden, welches sich an
Brust und Hals fortsetzt und dort eine Art Besatz bildet. Die Befederung
grundsätzlich gerade, glatt und ohne jegliche Lockenbildung sein, wobei eine
geringe Wellenbildung zulässig ist. Die Rute sollte gut befedert sein. An
allen anderen Körperpartien sollte das Haar kurz, glatt und ohne jegliche
Lockenbildung sein.
Farbe
:
Grundfarbe weiss, mit nicht durchbrochenen roten Flächen ( wie gut
abgegrenzte rote Inseln ); wobei beide Farben ein Maximum von Intensität und
Leuchtkraft auszeichen sollte. Tüpfelung, jedoch keine Schimmelung ( ROAN )
am Gesicht, an den Pfoten, an den Voderläufen bis höchstens zu den Ellebogen
und an den Hinterläufen bis höchstens zu den Sprunggelenken ist zulässig.
Schimmelung ( ROAN ), Tüpfelung und Sprenkelung an jedem anderen Körperteil
ist unerwünscht.
GRÖSSE :
Erwünschte Schulterhöhe :
Rüden : 62
bis 66 cm
Hündinnen : 57 bis 61 cm
FEHLER :
Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen
sollte.
SCHWERE
FEHLER :
·
Abweichungen von den im Standard vorgegeben Schulterhöhen sowohl bei Rüden
wie auch bei den Hündinnen.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
· Aggressiv oder ängstlich.
· Rüden die nicht zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen.
·
Obwohl Tüpfelung, jedoch keine Schimmelung (ROAN) am Gesicht, an den Pfoten,
an den Vorderläufen bis höchstens zu den Ellenbogen und an den Hinterläufen
bis höchstens zu den Sprunggelenken zulässig ist, gilt, deutlich sichtbare
und übermäßige Schimmelung (ROAN),
Tüpfelung und Sprenkelung an jedem anderen Körperteil ist ein
ausschließender Fehler.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen
aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen,
die sich vollständig im Hodensack befinden.